Ein Tag beim Orthopädiemechaniker

Geschrieben von:Marina Palm am . Veröffentlicht in Berichte, Kooperationspartner

Wir waren mit dem Zertifikatskurs Berufsorientierung drei Stunden bei einem Orthopädiemechaniker, um zu gucken, was der so macht und ob der Beruf zum Handel, zur Dienstleistung oder zur Produktion gehört.
Wir wollten auch wissen, welche Voraussetzungen man haben muss, um diesen Beruf erfolgreich zu erlernen. Die Antwort auf diese Frage erfahrt ihr jetzt :

Voraussetzungen sind
• selbständig arbeiten können, aber auch im Team
• Kenntnisse und Interesse in Mathematik, Physik und Biologie
• Kontaktfähigkeit und Einfühlungsvermögen
• Technisches Interesse

Die Aufgaben und Tätigkeiten des Orthopädiemechanikers lassen sich in drei Bereiche einteilen:
• Gesundheitsversorgung
• Nachsorge und Rehabilitation zum Beispiel nach Amputationen, um weiteren Schaden zu vermeiden
• Beratung

Den größten Teil der Arbeit macht die Rehabilitation aus.
Orthopädiemechaniker fertigen Prothesen an für Leute, denen ein Arm oder ein Bein oder Teile davon amputiert worden sind. Orthopädiemechaniker müssen darum sehr sorgfältig arbeiten, weil sie für die weitere Gesundheit der Patienten mit Verantwortung übernehmen .
Prothesen sind künstliche Gliedmaßen. Sie können sehr kompliziert gebaut sein und elektronischer Steuerungen haben, oder einfacher, aber auch dann haben sie Gelenke.

Sie müssen immer dem Körper des Patienten angepasst werden und das ist gar nicht immer so einfach. Hierzu nimmt der Orthopädiemechaniker Abdrücke aus Gips und fertigt Modelle an.
Die werden immer wieder neu angepasst, bis sie nicht mehr zu verbessern sind. Dann wird aus heißgemachtem Kunststoff der Überzug für den Arm- oder Beinstumpf angefertigt, an dem dann die Prothese befestigt wird.
So lange ein Patient selber gehen kann und keinen Rollstuhl braucht, kann er gestreckt sein. Dadurch arbeiten alle Organe im Körper besser, als wenn man nur sitzt. Außerdem ist man beweglicher und kommt eher überall hin, als mit einem Rollstuhl oder Rollator.

Für die Anfertigung von Prothesen wird heutzutage auch viel die Computertechnik genutzt.
Es gibt Armprothesen, mit denen man über Muskelsteuerung die Finger bewegen kann, obwohl die Prothese am Oberarmstumpf befestigt ist.
Beinprothesen, die am Oberschenkel angesetzt werden, haben immer ein Kniegelenk, das fast alle Aufgaben eines echten Kniegelenks übernimmt, nur die leichte seitliche Drehung geht nicht.

Mirco Morschel

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Marina Palm

Marina Palm

Marina Palm unterichtet seit 2004 an der Gesamtschule Else Lasker-Schüler Deutsch, Kunst, praktische Philosophie und Gesellschaftslehre in der Sekundarstufe I und II . Seit 2008 ist sie Studien- und Berufswahlkoordinatorin. Im Rahmen ihrer Arbeit als Berufswahlkoordinatorin ist Sie auch Mitglied im Verein Kurs 21 e.V.

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